Ukraine-Krieg im Newsblog | Ukraine bietet Menschen in Cherson Evakuierung an


Waffensystem Patriot der Bundeswehr (Archiv): Deutschland hat Polen angeboten, das Raketenabwehrsystem zur Verfügung zu stellen. (Quelle: via www.imago-images.de)In dem polnischen Grenzdorf Przewodow war am Dienstag eine Rakete eingeschlagen. Zwei Zivilisten starben. Derzeit geht der Westen davon aus, dass es sich um eine ukrainische Flugabwehrrakete handelt, die zur Verteidigung gegen Angriffe des russischen Militärs eingesetzt wurde. Lambrecht hatte gesagt, als Konsequenz aus diesem Ereignis müsse man sich im Bündnis bei der Luftverteidigung besser aufstellen.

Großbritannien: Hier liegt Russlands Schwachpunkt

08.40 Uhr: Nach ihrem Rückzug über den Fluss Dnipro in der Südukraine konzentrieren sich die russischen Kräfte nach britischer Einschätzung auf die Verteidigung der Stadt Swatowe im Osten des Landes. Dort seien die russischen Truppen nun am verletzlichsten, teilte das Verteidigungsministerium in London am Montag unter Berufung auf Geheimdiensterkenntnisse mit. “Als bedeutendes Bevölkerungszentrum im Gebiet Luhansk wird die russische Führung höchstwahrscheinlich die Beibehaltung der Kontrolle über Swatove als politische Priorität ansehen”, hieß es.In der Gegend habe es in den vergangenen Wochen heftige Artilleriegefechte gegeben. Russland baue dort wie an anderen Stellen der Front seine Verteidigungspositionen aus, die allerdings vornehmlich mit schlecht ausgebildeten Reservisten besetzt seien.”Die Kommandeure kämpfen jedoch wahrscheinlich mit der militärischen Realität, eine glaubwürdige Verteidigung aufrechtzuerhalten, während sie gleichzeitig versuchen, offensive Operationen weiter südlich in Donezk mit Ressourcen auszustatten”, teilte das Ministerium weiter mit. “Sowohl die Verteidigungs- als auch die Offensivfähigkeit der russischen Truppen wird weiterhin durch einen ernsthaften Mangel an Munition und qualifiziertem Personal behindert.”Ukrainische Soldaten in der Region Swatowe: Laut britischen Einschätzungen ist das russische Militär dort im Moment verwundbar. (Quelle: IMAGO/Ashley Chan)

Deutschland bietet Polen nach Raketeneinschlag Hilfe an

2.00 Uhr: Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) will Polen nach dem Raketeneinschlag mit einem Patriot-Abwehrsystem helfen. “Wir haben Polen angeboten, bei der Absicherung des Luftraums zu unterstützen – mit unseren Eurofightern und mit Patriot-Luftverteidigungssystemen”, sagte Lambrecht der “Rheinischen Post”. “Mit denen sind wir ja auch schon in der Slowakei – die Präsenz dort wollen wir bis Ende 2023 verlängern, eventuell sogar noch darüber hinaus”, so die Ministerin.Als Konsequenz aus dem Vorfall in der vorigen Woche in Polen müsse die Luftverteidigung im Nato-Bündnis besser aufgestellt werden. “Das gilt besonders mit Blick auf die Nato-Partner wie Polen, die Slowakei und die baltischen Staaten, die direkt an Russland und die Ukraine angrenzen.” Bodengestützte Luftabwehrsysteme wie das Patriot sind darauf ausgelegt, ankommende Raketen abzufangen.Ein Patriot-Raketenabwehrsystem in einem Museum (Archivbild): Deutschland will Polen das Raketenabwehrsystem Patriot zur Verfügung stellen. (Quelle: IMAGO/Eventfoto54)

Atomenergiebehörde erhält nur beschränkt Zugang zu Saporischschja

01.01 Uhr: Der Chef der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO), Rafael Grossi, bezeichnet die Explosionen bei dem von Russland kontrollierten ukrainischen Kernkraftwerk Saporischschja als äußerst beunruhigend. “Auf dem Gelände dieses großen Kernkraftwerks kam es zu Explosionen, was völlig inakzeptabel ist. Wer auch immer dahintersteckt, es muss sofort aufhören. Wie ich schon oft gesagt habe, spielen sie mit dem Feuer”, erklärt Grossi. IAEO-Mitarbeiter würden die Sicherheit des Kernkraftwerks am Montag untersuchen.Der russische Betreiber Rosenergoatom teilt mit, dass es Beschränkungen für die IAEO-Inspekteure geben werde. “Wenn sie eine Anlage inspizieren wollen, die nichts mit der nuklearen Sicherheit zu tun hat, wird ihnen der Zugang verweigert”, sagt Renat Karchaa, ein Berater des Rosenergoatom-Chefs, der Nachrichtenagentur Tass. Der wiederholte Beschuss der Anlage in der Südukraine weckt Befürchtungen vor einem erneuten Atomunfall wie im rund 500 Kilometer entfernten Tschernobyl 1986.

Montag, 20. November 2022

Kriegsverbrechen-Vorwurf: Ukraine reagiert

21.40 Uhr: Videos in sozialen Medien sollen angeblich zeigen, wie ukrainische Soldaten russische Gefangene exekutieren. Die Vereinten Nationen untersuchen den Fall – und nun hat sich auch die Ukraine geäußert. Mehr dazu lesen Sie hier.

Selenskyj: Weiter schwere Kämpfe im Donbass

21.31 Uhr: Die schweren Kämpfe im Donbass im Osten der Ukraine dauern nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj weiter an. Vor allem das Gebiet um Donezk sei schwer umkämpft, sagte Selenskyj am Sonntagabend in seiner täglichen Videoansprache. “Obwohl es wegen der Verschlechterung des Wetters weniger Angriffe gibt, bleibt die Zahl der russischen Artillerieüberfälle leider hoch.” Auch aus dem Gebiet Luhansk gebe es Berichte von Gefechten. Allein am Sonntag seien dort von russischer Seite fast 400 Granaten abgefeuert worden, sagte Selenskyj.Auch der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte hatte zuvor von fortgesetzten Zusammenstößen an verschiedenen Frontabschnitten im Osten des Landes berichtet. Bei Luhansk seien mehrere russische Vorstöße abgewehrt worden, hieß es.Das Verteidigungsministerium in Kiew widersprach unterdessen Spekulationen westlicher Medien und Militärvertreter, wonach im Winter an den Fronten eine Kampfpause eintreten könnte. “Wer über eine mögliche “Pause der Feindseligkeiten” wegen der Minustemperaturen im Winter spricht, hat vermutlich noch nie im Januar ein Sonnenbad an der Südküste der Krim genommen”, erklärte die Behörde am Sonntag über Twitter.

So können Sie für die Ukraine spenden

Angesichts der Nachrichten aus der Ukraine fühlen sich viele Menschen hierzulande machtlos. Wenigstens mit einer Spende möchten sie helfen. Hier finden Sie eine Auswahl an Hilfsorganisationen.Ältere Nachrichten lesen Sie im vorigen Newsblog.

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