Ukraine-Krieg im Newsblog | Selenskyj sendet Nachricht an Russen

Erster Getreidefrachter aus Ukraine in UN-Auftrag unterwegs

21.04 Uhr: Der erste Getreidefrachter im Auftrag der Vereinten Nationen ist aus dem südukrainischen Hafen Piwdennyj mit Weizen für Afrika ausgelaufen. Das teilte der Gouverneur des Gebietes Odessa, Maxym Martschenko, auf Telegram mit. Das Welternährungsprogramm der UN (WFP) habe den Frachter “Brave Commander” gechartert. Die Ladung von 23.000 Tonnen Weizen ist nach UN-Angaben für Äthiopien bestimmt.

42 Staaten fordern Abzug russischer Truppen aus AKW Saporischschja

19.56 Uhr: Den sofortigen Abzug russischer Truppen aus dem besetzten Atomkraftwerk Saporischschja in der Ukraine haben 42 Staaten und die EU in einer Erklärung in Wien gefordert. “Die Stationierung von russischen Militärs und Waffen in der Atomanlage ist inakzeptabel”, hieß es in der Erklärung.Russland verletze die Sicherheitsprinzipien, auf die sich alle Mitgliedsländer der Internationalen Atomenergie-Behörde (IAEA) verpflichtet hätten. Die Kontrolle über das AKW müsse den befugten ukrainischen Behörden übergeben werden. Dann könnten Experten der IAEA ihre Aufsichtspflicht über die Arbeit der Ukrainer wahrnehmen.

Zivilist bei Beschuss in Nähe von AKW Saporischschja getötet

17.31 Uhr: In der ukrainischen Stadt Enerhodar am russisch besetzten Kernkraftwerk Saporischschja sind erneut Artilleriegeschosse eingeschlagen. Das teilten russische wie ukrainische Quellen mit. Beide Seiten machten jeweils die andere für den Beschuss verantwortlich. Übereinstimmend wurde berichtet, dass ein Zivilist getötet worden sei.Der Tote sei Mitarbeiter im AKW gewesen, berichtete der ukrainische Kraftwerksbetreiber Enerhoatom später auf Telegram. Berichten zufolge hatte er seinen Hund ausgeführt. Zwei weitere Bewohner der Stadt seien verletzt worden, hieß es bei Enerhoatom. Etwa sechs Geschosse hätten nachmittags ein Wohnviertel getroffen.Der ukrainische Bürgermeister der Stadt, Dmytro Orlow, sprach von einer “mörderischen Provokation” der Besatzer. Die russische Besatzungsverwaltung teilte der Agentur Tass zufolge mit: “Die Nationalisten der Ukraine haben ein Wohngebiet von Enerhodar mit Raketen beschossen.” Unabhängige Bestätigungen des Vorfalls gab es nicht.

Polen will Visa-Vergabe an Russen einschränken

10.07 Uhr: Nach dem Vorbild von Estland und Lettland erwägt nun auch Polen, die Regeln für die Visa-Vergabe für russische Staatsbürger einzuschränken. “Polen arbeitet an der Entwicklung eines Konzepts, das es ermöglicht, keine Visa für Russen zu erteilen”, sagte Vize-Außenminister Piotr Wawrzyk am Sonntag der Nachrichtenagentur PAP. Die Entscheidung darüber werde in den kommenden Wochen fallen.Der Vize-Außenminister sagte weiter, sein Land sei dafür, dass die EU wegen des Ukraine-Kriegs weitere Sanktionen gegen Russland verhänge. Dazu zähle auch die Aussetzung des Vertrags über die erleichterte Visa-Vergabe für russische Staatsbürger. “Dem widersetzen sich aber die großen Mitgliedsstaaten, darunter Deutschland, Frankreich und die Niederlande.” Polen spreche derzeit mit anderen Mitgliedsländern und habe festgestellt, dass außer den drei Baltenstaaten Litauen, Lettland und Estland auch die Slowakei und Tschechien seine Auffassung teilen würden.Piotr Wawrzyk: Der Vize-Präsident von Polen spricht sich für weitere Sanktionen gegen Russland aus. (Quelle: IMAGO/MARCIN BANASZKIEWICZ/FOTONEWS)

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