+ Ukraine-Krieg im Newsblog + Mehrere Explosionen in Kiew gemeldet

Mehrere Explosionen in Kiew gemeldet

6.14 Uhr: In der ukrainischen Hauptstadt Kiew hat es am Sonntagmorgen mehrere Explosionen gegeben. Krankenwagen und Rettungskräfte seien im Bezirk Schewtschenko im Einsatz, schrieb Bürgermeister Vitali Klitschko im Nachrichtendienst Telegram. Anton Heraschtschenko, ein Berater des ukrainischen Innenministers, schrieb, Augenzeugen hätten von Raketen berichtet. Ob es Verletzte oder Tote gab, war zunächst unklar. Bereits am Samstag hatte es einen Raketenangriff auf die westukrainische Stadt Sarny gegeben, bei dem Behördenangaben zufolge mindestens drei Menschen getötet wurden.Die ukrainische Hauptstadt war in den vergangenen Wochen nur selten Ziel russischer Angriffe, das russische Militär konzentriert seine Angriffe derzeit vor allem auf den Osten des Landes. Zuletzt war Kiew Anfang Juni beschossen worden. Während die ukrainische Seite von beschädigter Bahn-Infrastruktur sprach, meldete Moskau die gezielte Zerstörung von frisch aus dem Ausland gelieferten Panzern.

Mehrmals Luftalarm ausgelöst

2.00 Uhr: In der Nacht zum Sonntag ist in der Ukraine mehrmals Luftalarm ausgelöst worden. Betroffen waren unter anderem die Regionen Luhansk, Donezk und Charkiw. Aus Charkiw wird berichtet, dass es am späten Abend bereits Explosionen in einem Industriegebiet gegeben habe. Diese setzten sich nach Mitternacht fort, meldet die Plattform Ukrinform.

London will Kiew weitere Kredite gewähren

2.10 Uhr: Großbritannien ist bereit, im Laufe des Jahres weitere 525 Millionen Dollar an Weltbankkrediten für die Ukraine zu garantieren. Damit werde sich die finanzielle Unterstützung in diesem Jahr auf insgesamt 1,5 Milliarden Dollar belaufen, erklärt Premierminister Boris Johnson vor dem G7-Gipfel im bayerischen Schloss Elmau. “Die Ukraine kann gewinnen und sie wird gewinnen. Aber sie braucht dazu unsere Unterstützung”, sagt Johnson. “Jetzt ist nicht die Zeit, die Ukraine aufzugeben.”

Grünen Co-Chef warnt vor Kriegsmüdigkeit

1.40 Uhr: Der Co-Vorsitzende der Grünen, Omid Nouripour fordert weitere Hilfe an die Ukraime. Es dürfe keine Kriegsmüdigkeit einkehren. “Die militärische und finanzielle Unterstützung für die Ukraine muss auch in der nächsten Phase des Konflikts weitergehen. Darüber hinaus braucht es weitere finanzielle Hilfen für die Länder des globalen Südens, die von den Folgen des Krieges hart getroffen sind”, sagte Nouripour den Zeitungen der Funke Mediengruppe

Chemiewerk-Evakuierung offenbar unterbrochen

0.45 Uhr: Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur Tass ist die Evakuierung von Menschen aus einem Chemiewerk in Sjewjerodonezk wegen ukrainischem Beschuss ausgesetzt worden. Die Agentur berief sich dabei auf die örtliche Polizei in der wenige Stunden zuvor von russischen Truppen eroberten Stadt. Nach Angaben eines hochrangigen Beraters des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj befinden sich auch nach dem Rückzug ukrainischer Truppen aus Sjewjerodonezk noch Spezialeinheiten in der Stadt, die das Artilleriefeuer auf die russischen Truppen dirigieren.Das Azot-Chemiewerk in Sjewjerodonezk (Archivbild): Noch immer harren dort Zivilisten aus. (Quelle: SNA/imago-images-bilder)

Behörden melden Tote nach Angriff in Westukraine

23.15 Uhr: Bei einem Raketenangriff auf die westukrainische Stadt Sarny sind nach Behördenangaben mindestens drei Menschen getötet worden. Vier weitere wurden verletzt ins Krankenhaus gebracht. Es seien eine Autowaschanlage und eine Werkstatt getroffen worden, teilte der zuständige Chef der Militärverwaltung am Samstagabend der Nachrichtenagentur Unian zufolge mit. Er machte Russland dafür verantwortlich. Das konnte nicht überprüft werden. Unter den Trümmern könnten noch weitere Opfer liegen. Von den russischen Angriffen ist seit Beginn des Krieges am 24. Februar überwiegend der Osten der Ukraine betroffen gewesen.

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