So reagieren international Experten auf Wladimir Putins Teilmobilmachung


Kremlchef Putin will 300.000 neue Soldaten mobilisieren und in die Ukraine schicken. Internationale Fachleute sind skeptisch.Mit dem Befehl zur Teilmobilmachung hat sich Wladimir Putin für eine weitere Eskalation des Krieges gegen die Ukraine entschieden. 300.000 neue Soldaten sollen das Blatt für Russland wenden. Auf Twitter reagierten am Mittwochmorgen bereits viele internationale Fachleute auf die Rede des Kremlchefs – eine Auswahl.”Putin macht gerade einen weiteren schwerwiegenden Fehler in seiner Einschätzung der Situation”, schreibt die Russland-Expertin Sabine Fischer von der Stiftung Wissenschaft und Politik. “Die heutigen Schritten werden die ukrainische Gegenoffensive nicht stoppen und der Westen wird seine Unterstützung für die Ukraine nicht aufgeben.”

“Es braucht Zeit, um ein guter Soldat zu werden”

“Russland hat jetzt schon enorme Probleme, den Nachschub für 150.000 Soldaten in der Ukraine aufrecht zu erhalten”, schreibt der ukrainische Kriegsreporter Ilia Ponomarenko. “Über den Sommer hat der Kreml nur mit Mühe und Not 10.000 verschuldete 50-Jährige für sein Drittes Armeekorps zusammengekratzt, und jetzt wollen sie 300.000 Leute mobilisieren und mitten im Winter ins Feld schicken? Viel Glück damit.””Man darf nicht vergessen, dass Russlands beste Soldaten, die jetzt tot sind, es nicht geschafft haben, die Ukraine zu besiegen”, schreibt der Politikwissenschaftler Anders Östlund vom Center for European Policy Analysis. “Warum sollte eine Truppe aus Anfängern das dann schaffen? Es braucht Zeit, um ein guter Soldat zu werden und Zeit hat Russland nicht.”

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