Selenskyj sieht Getreideabkommen infrage gestellt

Türkei: Russland bestreitet Angriff auf Odessa

16.34 Uhr: Türkischen Angaben zufolge hat Russland der Türkei gegenüber einen Angriff auf die ukrainische Hafenstadt Odessa bestritten. “Die Russen haben uns mitgeteilt, dass sie absolut nichts mit diesem Angriff zu tun hätten, und dass sie diese Angelegenheit sehr genau und im Detail untersuchen”, teilt der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar mit. Der Angriff sei sehr bedauerlich. Die Türkei, die an der Vermittlung des Abkommens über Getreideexporte aus der Ukraine beteiligt war, rufe alle Beteiligten auf, ihre vereinbarte Zusammenarbeit fortzusetzen. Die Ukraine hatte zuvor gemeldet, dass der Hafen von Odessa von zwei russischen Raketen getroffen worden sind, zwei weitere wurden abgefangen. Mehr dazu lesen Sie hier. Ein vom ukrainischen Präsidentenberater Mykhailo Podolyak geteiltes Bild soll den Hafen von Odessa nach dem Raketenangriff zeigen. (Quelle: Mykhailo Podolyak/Twitter)

Selenskyj sieht Getreideabkommen infrage gestellt

15.30 Uhr: Nach dem Raketenangriff auf den Hafen von Odessa sieht der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den Sinn des Getreideabkommens mit Russland infrage gestellt. “Dies beweist nur eins: Egal was Russland sagt oder verspricht, es wird Möglichkeiten finden, es nicht umzusetzen”, sagt Selenskyj in einem auf Telegram verbreiteten Video. Die Ukraine hatte den russischen Angriff als Bruch des erst am Freitag geschlossenen Abkommens über Getreideexporte gewertet.Die Ukraine setzt nach eigenen Angaben dennoch ihre Vorbereitungen zur Wiederaufnahme des Getreideexports aus ihren Häfen fort. Das teilt Infrastrukturminister Olexander Kubrakow auf Facebook mit.Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj: “Egal was Russland sagt oder verspricht, es wird Möglichkeiten finden, es nicht umzusetzen”. (Quelle: Ruslan Kaniuka/Ukrinform/imago-images-bilder)

Widersprüchliche Angaben zum Schaden im Hafen von Odessa

15.09 Uhr: Welchen Schaden haben russische Raketen in dem Hafen von Odessa hinterlassen? Dazu gibt es unterschiedliche Angaben von Seiten der Ukraine. Nach der Darstellung des ukrainischen Militärsprechers Jurij Ignat sei der Hafen dort getroffen worden, wo Getreide lagere. In dem getroffenen Hafengebiet “gibt es selbstverständlich Getreide”, sagte er der Nachrichtenagentur AFP. Die AFP korrigierte einen vorherigen Bericht, nachdem Ignat gesagt habe, es sei eine Getreideverarbeitungsanlage getroffen worden. Eine andere Sprecherin sagte im Fernsehsender Suspilne, es sei eine Pumpstation getroffen worden, ein Brand habe mehrere Gebäude beschädigt. Getreidelager seien hingegen nicht getroffen worden. Der Schaden sei vergleichsweise gering. Menschen seien nach bisher vorliegenden Informationen nicht zu Schaden gekommen.Nach ukrainischen Angaben wurden am Samstag zwei russische Raketen von der Luftabwehr abgefangen, zwei weitere seien im Handelshafen eingeschlagen.

Baerbock: “Unterschrift der russischen Führung zählt derzeit wenig”

15.06 Uhr: Außenminister Annalena Baerbock hat den russischen Angriff auf den Hafen der ukrainischen Schwarzmeerstadt Odessa scharf verurteilt und die Glaubwürdigkeit russische Zusagen infrage gestellt. “Die feigen Raketenangriffe auf den Hafen von Odessa zeigen, dass die Unterschrift der russischen Führung derzeit wenig zählt”, sagte Baerbock am Samstag der Nachrichtenagentur Reuters. Russland hatte zuvor laut ukrainischen Angaben den Hafen von Odessa beschossen, mehr dazu lesen Sie hier.

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