Putins “Bluthund” Kadyrow spricht von russischen Fehlern in der Ukraine


Die ukrainische Armee stößt in Charkiw vor. Der Tschetschenen-Führer äußert harsche Kritik an der russischen Kriegsstrategie.Der Chef der russischen Teilrepublik Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, gilt als besonders loyal gegenüber Wladimir Putin und unterstützt den Kremlchef im Ukraine-Krieg mit eigenen Soldaten. Nun hat der “Bluthund” Putins, wie er oft genannt wird, russische Verantwortliche für militärische Fehlschläge in der Ukraine kritisiert.”Wenn nicht heute oder morgen Änderungen an der Durchführung der militärischen Spezialoperation vorgenommen werden, bin ich gezwungen, zur Staatsführung zu gehen, um ihr die Lage vor Ort zu erklären”, sagt Kadyrow auf Telegram. In der Audionachricht spricht er von “Fehlern”, die gemacht worden seien, das berichten mehrere Medien übereinstimmend. Das deutet auf Spannungen in den eigenen Reihen hin, angesichts einer für Russland brenzligen Situation. Denn: Die ukrainischen Truppen konnten in den vergangenen Tagen nach eigenen Angaben wichtige Geländegewinne verzeichnen. Um die zweitgrößte ukrainische Stadt Charkiw seien die Streitkräfte bis zu 50 Kilometer an die russische Grenze herangerückt, teilte der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Walerij Saluschnij, am Sonntag mit. Ausgehend von der Großstadt komme das ukrainische Militär auch Richtung Süden und Osten voran.

Regiert mit eiserner Faust

Russland bezeichnet den Rückzug der eigenen Truppen als eine “Umgruppierung”. Doch selbst russische Kommentatoren und Blogger sprachen von einer empfindlichen Niederlage und riefen den Kreml auf, die Kriegsanstrengungen zu erhöhen.

Leave a Comment