+ Newsblog zum Ukraine-Krieg + Russische Armee greift Ziele um Donezk an

Erdoğan reist nach Russland

16.18 Uhr: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan reist Anfang August zu einem Gespräch mit Kreml-Chef Wladimir Putin nach Russland. Erdoğan werde den russischen Präsidenten in Sotschi am Schwarzen Meer am 5. August treffen, teilte die türkische Präsidentschaft am Dienstag mit. Die beiden Staatschefs hatten sich zuletzt am 19. Juli in Teheran getroffen, drei Tage vor der Unterzeichnung einer Vereinbarung zwischen Moskau, Kiew, Ankara und den Vereinten Nationen, um Weizenexporte über das Schwarze Meer wieder möglich zu machen.Ein Zentrum zur Koordinierung des Weizenhandels über das Schwarze Meer, der seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine nicht mehr möglich war, soll am Mittwoch in Istanbul offiziell seine Arbeit aufnehmen. Der Besuch von Erdogan in Sotschi findet auch vor dem Hintergrund der türkischen Ankündigung statt, eine Offensive im Nordosten Syriens gegen die kurdischen Milizen zu starten.

Russland kündigt Rückzug aus der Internationalen Raumstation an

14.22 Uhr: Die ISS wird in internationaler Kooperation betrieben. Nun hat Russland seinen Rückzug angekündigt. Mehr dazu lesen Sie hier.Auf diesem von Roskosmos veröffentlichten Foto ist das komplette russische Segment der ISS zu sehen. (Quelle: Roscosmos Press Office/Tass/imago-images-bilder)

London erlässt Sanktionen gegen russischen Minister

14.13 Uhr: Wegen ihrer Rollen im Krieg gegen die Ukraine hat Großbritannien Sanktionen gegen 29 russische Gouverneure sowie Justizminister Konstantin Tschuitschenko verhängt. “Wir werden nicht schweigen und zusehen, wie vom Kreml ernannte staatliche Akteure die Menschen in der Ukraine oder die Freiheiten ihres eigenen Volkes unterdrücken”, sagte Außenministerin Liz Truss am Dienstag. “Bis die Ukraine gewonnen hat, werden wir weiterhin harte Sanktionen gegen diejenigen verhängen, die versuchen, (Wladimir) Putins illegale Invasion zu legitimieren.”Tschuitschenko und sein Vize Oleg Swiridenko würden dafür bestraft, dass sie ihre eigene Bevölkerung unterdrücken, indem sie gegen freie Rede vorgehen, teilte das Außenministerium in London mit. Die Gouverneure verschiedener Gebiete hätten auf Druck von Präsident Wladimir Putin Geld an die selbst ernannten “Volksrepubliken” Donezk und Luhansk in der Ostukraine überwiesen und damit die russische Besatzung vereinfacht. Auch gegen zwei ranghohe Politiker der Separatistengebiete wurden Strafmaßnahmen beschlossen.Ebenfalls auf die Sanktionsliste setzte die britische Regierung zwei Neffen des russischen Oligarchen Alischer Usmanow, der enge Beziehungen zu Putin haben soll. Die Brüder Sarwar und Sandschar Ismailow besäßen vermutlich Immobilien in Londoner Nobelstadtteilen, hieß es. Sarwar Ismailow war außerdem einst in führender Rolle beim englischen Fußball-Erstligisten FC Everton tätig.

Überwachungszentrum für Getreideexport soll Mittwoch öffnen

13.34 Uhr: Das Koordinierungszentrum (JCC) für die ukrainischen Getreideexporte soll am Mittwoch in Istanbul eröffnet werden. Das teilt das türkische Verteidigungsministerium mit. Am Freitag haben die Vereinten Nationen, die Türkei sowie die Ukraine und Russland ein Abkommen unterzeichnet, das die Wiederaufnahme der Getreideexporte über die Schwarzmeerhäfen vorsieht. Danach werden alle Parteien Vertreter beim JCC ernennen, die die Umsetzung des Abkommens überwachen sollen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau wird die russische Delegation im Laufe des Tages in der Türkei eintreffen. Die vor allem in armen Ländern dringend benötigten Getreidelieferungen sind seit Beginn der russischen Invasion der Ukraine am 24. Februar ins Stocken geraten.

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