“Es gibt die ganze Zeit Angriffe”


Zur Unterstützung der Ukraine haben Hacker des US-Militärs bereits mehrfach russische Einrichtungen angegriffen. Auch in befreundeten Nationen seien US-Cyberspezialisten aktiv, so NSA-Chef Nakasone.Cyberangriffe gegen andere Länder gehören normalerweise nicht zu den Dingen, mit denen sich Regierungen brüsten. Auch die USA haben sich bislang nie konkret zu Aktionen ihrer Hacker geäußert. Doch jetzt hat der Chef des größten und mächtigsten US-Geheimdienstes NSA sein Schweigen gebrochen – wohl nicht ohne Hintergedanken.”Wir haben eine Reihe von Aktionen über das gesamte Spektrum durchgeführt, offensiv, defensiv und zur Informationsbeschaffung”, sagte NSA-Chef Paul Nakasone dem britischen Sender Sky News auf die Frage nach US-Cyberattacken auf Russland in Folge der Ukraine-Invasion. Zu konkreten Angriffen äußerte sich Nakasone nicht, betonte aber, dass sämtliche Aktionen rechtmäßig, unter ziviler Aufsicht und unter der Leitung des US-Verteidigungsministeriums liefen.

“Es gibt die ganze Zeit Angriffe”

“Meine Aufgabe besteht darin, dem Verteidigungsminister und dem Präsidenten Handlungsmöglichkeiten zu geben”, so Nakasone, der auch die Cyberstreitkräfte der US-Armee befehligt, ohne diese Handlungsmöglichkeiten näher zu beschreiben. Eines der Ziele bestehe aber darin, im Vorfeld feindliche Hacker und deren Waffen zu identifizieren und so Angriffe auf die USA abzuwehren. Er sei jeden Tag besorgt über mögliche russische Cyberattacken auf die USA.In der Ukraine hätten russische Hacker seit Kriegsbeginn großen Schaden angerichtet, sagte Nakasone auf die Frage, ob diese Gefahr übertrieben wurde: “Aus Sicht der Ukraine bestimmt nicht. Störende oder gar zerstörende Angriffe gibt es die ganze Zeit”, sagte Nakasone und verweist auf einen Hackerangriff auf den US-Satellitenbetreiber Viasat am 24. Februar, der nach Firmenangaben Tausende Ukrainer vom Internet abgeschnitten haben soll. Es gebe auch fortlaufend Angriffe mit Schadsoftware auf ukrainische Regierungsnetzwerke.

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